Dog Yoga – Was ist dran am Trend um Hunde Yoga?

Wer schon einmal selbst Yoga praktiziert hat, kennt Hunde im Zusammenhang mit dem Gesundheitssport wohl nur als Namensgeber für die bekannte Asanas-Position “Adhomukha Shvanasana”, den herabschauenden Hund. Dass die Rolle von Hunden beim Yoga sehr viel aktiver sein kann und wie genau das aussieht, wird der folgende Artikel zeigen.

Was genau ist Doga?

Doga stellt sprachwissenschaftlich betrachtet ein sogenanntes Kofferwort dar, was eine Verschmelzung zweier verschiedener Wörter, in diesem Fall eben Dog und Yoga meint. Hinter diesem Kunstwort versteckt sich ein Trend, der seit etwa 2003 existiert und von der amerikanischen Yogalehrerin Jennifer Brilliant, die ein Buch mit dem Titel “Doga: Yoga for Dogs” veröffentlicht hat, entwickelt wurde. Diese “Sportart” verfolgt drei Hauptziele:

  1. Bindung zwischen Hund und Hundehalter*in stärken
  2. Entspannung und Beruhigung des Vierbeines sowie Dehnung und Kräftigung von Muskeln und Sehnen
  3. Entspannung von Herrchen und Frauchen
Ausgiebiges Kuscheln und Liebkosen hilft, die Bindung zwischen Hund und Halter*in zu vertiefen.

Entspannung für Hund und Mensch

Das Hauptziel des Yogatrainings für Mensch und Hund ist es, die Bindung zwischen Dir und Deinem Vierbeiner durch gemeinsame Übungen mit ganz viel Ruhe und Geduld und ohne jegliche Hektik in einer geschützten Umgebung zu intensivieren. Dabei wird Dein Hund ausgiebig gestreichelt, massiert, gekrault, liebkost und ganz viel gelobt. Das Streicheln wirkt sich dabei nicht nur für den Hund positiv aus, sondern auch Du selbst profitierst davon, dir mal Zeit für ausschließlich Dich selbst und Deinen Hund zu nehmen und ganz im Hier und Jetzt zu sein.

Häufig passiert das Liebkosen eines Haustiers ja so nebenbei, wenn zum Beispiel der Fernseher läuft, man seinen Instagram-Feed checkt oder im Homeoffice beschäftigt ist und der Liebling auf dem Schoß sitzt. Das soll natürlich auch auf gar keinen Fall als schlecht oder überflüssig dargestellt werden, aber es ist auch nicht verkehrt, in unserer hektischen, multimedialen Zeit, sich mal ganz ausschließlich einer Sache, in diesem Falle eben dem Training mit Deinem Hund zu widmen.

Kräftigung und Dehnung für den Hund

Vom ersten positven Effekt des Yogas für Hunde profieren also beide Hund und Halter*in. Der zweite Punkt hilft Deinem Hund. Beim Doga werden durch spezielle Übungen die Muskeln und Sehnen Deines Hundes gedehnt und gekräftigt, was zum einen zur Entspannung beiträgt, zum anderen aber auch der Gesunderhaltung dient. Was dem Menschen gut tut, hilft in diesem Falle auch dem Hund.

Entspannte Dich selbst und Dein Hund entspannt sich auch

Oftmals beginnen die Probleme eines Hundes mit dem Menschen am Ende der Leine. Wenn Du selbst ständig gestresst bist und unter Strom steht kann sich Deine negative Grundstimmung auf andere, eben auch auf Deinen Hund übertragen. Also, nimm Dir regelmäßig beim Yoga eine Auszeit und lass den Alltagsstress hinter Dir.

Tiefenentspannung durch Yoga und Kuscheln.

Ist mein Hund für Doga geeignet?

Grundsätzlich ist erst einmal jeder Hund jeden Alters fürs Hunde-Yoga geeignet. Solltest Du allerdings erwägen, mit deinem Hund Doga in einer größeren Gruppe zu machen, sollte es natürlich keine Disziplinprobleme geben und Dein Hund sollte gut mit anderen Menschen und Hunden klar kommen. Wenn das (noch) nicht der Fall ist, dann beginne erstmal zu zweit, nur Du und Dein Hund. Es wäre natürlich ein Ziel, mit dem regelmäßigen Doga-Training zu erreichen, dass Dein Hund ruhiger und damit auch Fremden gegenüber aufgeschlossener wird und dann das Trainung auch in der Gruppe absolviert werden kann.

Doga – Ein überflüssiger Trend?

Zu einer umfassenden Information gehört natürlich auch, dass über die Schattenseiten aufgeklärt wird und da kann man Doga durchaus auch kritisch sehen. Wenn der Trend dahingehend Stilblüten entfaltet, dass die Hunde lediglich als lebendige Hanteln oder sonstige Fitnessgeräte eingesetzt werden und vorwiegend kleine, überzüchtete Schoßhündchen in die Fitnessstudios geschleppt werden, um sich damit profilieren zu können, dann geht das sicherlich an der Grundidee vorbei, die beinhaltet, sich ganz auf den Hund einzulassen, um ihn zu verstehen und besser kennen zu lernen.


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