Fahrradfahren mit Hund – so lässt sich der Hund an das Fahrrad gewöhnen!

Dank angenehm warmen Temperaturen und sonnigem Wetter bieten insbesondere die Jahreszeiten Frühling und Sommer – und unter Umständen der Herbst – ideale Bedingungen  für eine gemeinsame Fahrradtour mit Hund. Das Radfahren mit Hund ist nicht nur im Alltag eine willkommene Abwechslung zu gängigen Fortbewegungsmethoden wie Autofahren oder Bahn- und Busfahren, um Zwei- und Vierbeiner gleichermaßen fit zu halten, sondern ebenfalls eine optimale Gelegenheit, um bei einer entspannten Fahrradreise mit Hund beispielsweise am Wochenende oder im Urlaub gemeinsame Stunden in der freien Natur zu verbringen. Dennoch: Das Radeln in Begleitung mit Hund will gelernt sein! Mit welchen Tipps und Tricks man der Fellnase das Fahrradfahren beibringen kann, erfährst Du in diesem Blog-Artikel. So solltest Du beispielsweise vorab den Hund ans Radfahren gewöhnen und den neuen sportlichen Begleiter auf vier Beinen langsam, aber sicher mit der ungewohnten Situation vertraut machen, um hoffentlich ohne Schürfwunden wieder nach Hause zu kommen. Auf einen umfassenden Gesundheitscheck beim Vierbeiner sollte ebenfalls nicht verzichtet werden, bevor Du Dich auf das Rad schwingst.

Fahrrad mit Hund: Erlaubt?

Ja! Laut § 28 der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) dürfen sogar nur Hunde vom Fahrrad aus geführt werden. Wichtig hierbei: Die Vierbeiner sind jedoch nur auf der Straße zugelassen, wenn sie „[…] von geeigneten Personen begleitet werden […]“ – schließlich ist darauf zu achten, dass der Straßenverkehr und beteiligte Verkehrsteilnehmer nicht behindert oder gar gefährdet werden. So muss der Radfahrer stets in der Lage sein, in jeder Fahrsituation ausreichend auf den Hund einzuwirken.

Fahrrad fahren üben: Auf die Voraussetzungen kommt es an!

Eine ausgiebige Radtour in Begleitung mit dem eigenen Hund erscheint bei der Suche nach einer spaßigen Aktivität auf den ersten Blick genau das Richtige zu sein. Aufgepasst: Nicht alle Vierbeiner sind gleichermaßen für einen ausgiebigen Radausflug geschaffen. Zweifelsohne sollte das Tier eine solide körperliche Fitness aufweisen – so sind alte, schwere oder kranke Hunde mit beispielsweise Gelenkproblemen oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen keine geeigneten Streckenbegleiter.

Arwen kann es kaum erwarten.

Ab wann dürfen die Vierbeiner eigentlich neben dem Rad herlaufen? Neben der gesundheitlichen Eignung spielt nämlich das Alter der Hunde eine entscheidende Rolle für das Nebenherlaufen beim Radfahren. Grundsätzlich gilt hierbei: Der Hund sollte stets ausgewachsen und mindestens 15 – 18 Monate alt sein. Dass Welpen und Jungtiere, die diese Altersgrenze unterschreiten, noch nicht am Fahrrad mitgeführt werden dürfen, begründet sich in dem noch eher instabilen und nicht vollständig ausgebildeten Knochengerüst jüngerer Hunde. Übermäßiger Sport wie zu lange Spaziergänge oder Joggen kann das Wachstum und den Knochenbau der jungen Fellnasen erheblich beeinträchtigen.

Außerdem sollten die von der Hunderasse abhängige Größe der vierbeinigen Mitläufer beachtet werden. Aufgrund der körperlichen Anstrengungen sollte man zu kleine Hunde mit kurzen Beinen, wie etwa Rauhaardackel, Chihuahua, Zwergspitz, Bulldogge oder Yorkshire Terrier, oder zu große und schwere Hunde, wie etwa Deutsche Dogge, vorsichtshalber nicht neben dem Fahrrad laufen lassen.


Kontaktiere vor Beginn Eures gemeinsamen Abenteuers in jedem Fall den Tierarzt des Vertrauens, um sicherzustellen, ob das Nebenherlaufen am Drahtesel unbedenklich für die Gesundheit des Vierbeiners ist!


Muss noch etwas beachtet werden, bevor das Training beginnen kann? Wir sagen: Ja! Wie bereits erwähnt, muss der Radfahrer zu jeder Zeit imstande sein, auf den Hund einwirken zu können – so sollten Du und Dein Hund stets ein eingespieltes Team sein und vor dem Antritt der Reise mit Rad die gängigen Kommandos wie „Bleib“, „bei Fuß“, „Sitz“ oder „Halt“ fehlerfrei beherrschen. Noch ein Tipp: Ihr Beide solltet außerdem geübt im Laufen an der lockeren Leine sein, um einen möglichen Sturz bei einer Gefahrensituationen zu vermeiden.

Fahrrad und Hund: Mit dieser Übung klappt die Gewöhnung an das unbekannte Gefährt

Unter Umständen kann das Fahrrad bei dem einen oder anderen Hund Angst oder Unbehagen auslösen: Die Tiere weichen aus, wenn sie das Rad erstmalig sehen oder die zwei Räder ihnen zu nahe kommen. Hier ist nun Geduld gefragt! Mit gezielten Übungseinheiten solltest Du daher den noch eher skeptischen Vierbeiner schrittweise an den Drahtesel gewöhnen.

Am einfachsten gelingt dies beim täglichen Gassi-Gehen: Schiebe Dein Fahrrad einfach gemütlich und entspannt neben Dir her und lass Deinen künftigen Gefährten auf vier Beinen seitlich neben Dir laufen, sodass sich das Rad stets zwischen Dir und dem Hund befindet. Achte am besten von Anfang an darauf, dass der Hund auf der richtigen Seite – das heißt auf der verkehrsabgewandten rechten Seite des Fahrradweges – läuft. Um im Straßenverkehr flexibler auf die vorherrschenden Situationen reagieren zu können, ist es ratsam, zwischendurch einen Richtungswechsel mit den Kommandos „Links!“ oder „Rechts“ zu trainieren.

Unser Tipp: Um den Hund nicht unnötig abzulenken oder in Gefahr zu bringen, eignen sich vor allem ruhig gelegene Wege oder Parks fernab des trubeligen Straßenverkehrs optimal zum Üben der Trainingseinheiten.

Endlich aufsteigen!

Wenn die ersten Übungen erfolgreich waren, können nun die ersten Probefahrten gewagt werden. Doch wie lange und wie weit sollen die anfänglichen Fahrten eigentlich sein? Hier ist es ratsam, dass die ersten Radausflüge zunächst kurz ausfallen und je nach Belastbarkeit des Hundes ungefähr 5 – 10 Minuten dauern sollten. Am Anfang solltest Du außerdem ein eher gemäßigtes Fahrtempo beibehalten – so kann der Vierbeiner gelassen neben dem Rad traben. Hierbei gilt: Dein Hund sollte zunächst das Tempo bestimmen! Nur so kannst Du optimal einschätzen, welche Geschwindigkeit für Dein Tier angemessen ist. Übrigens kannst Du das Anhalten und Aufsteigen oder Kurvenfahren sowie Umfahren von Hindernissen sogar bei Schritttempo am besten üben.

Zu Beginn zeichnen sich sicherlich noch hier und da einige Unsicherheiten bei Mensch und Tier ab – in solchen Fällen solltest Du vom Rad absteifen und einige Schritte gemeinsam mit Deinem Hund wie bei den Trainingseinheiten laufen. Eventuell kannst Du nach ein paar Minuten einen neuen Anlauf wagen und die Übung fortführen.

Benni und seine Hündin Arwen lieben die gemeinsamen Radausflüge in Kiel.

Läuft alles wie am Schnürchen? In diesem Fall kann die Fahrtgeschwindigkeit schrittweise erhöht werden, um die Laufkondition des Hundes zu verbessern und den Vierbeiner auf die wahren Gegebenheiten im Straßenverkehr vorzubereiten. Nach wie vor sollten die Hunde jedoch nicht sowohl im Training als auch bei regelmäßigen Fahrradtouren überbelastet werden. Gönne Deiner Fellnase immer ausreichend Verschnauf- und Schnupperpausen und versorge sie mit genügend Flüssigkeit und Energie.


Hinweis: Beachte stets, dass die Hundeleine niemals am Fahrradlenker oder am Handgelenk befestigt werden sollte! Um in Notfallsituationen, wie etwa bei einem Sturz, unverzüglich die Leine loslassen zu können, sollte diese einfach locker in der Hand gehalten werden.


Belohnungen nicht vergessen!

Puh – solche zeit- und arbeitsintensiven Übungen können ziemlich erschöpfend sein und stellen Dich und Deinen Vierbeiner vor neue Herausforderungen, die sicherlich auch ab und an von einigen Pleiten und Fehlversuchen geprägt sind. Belohne daher Deinen Hund zwischen mit den Lieblingsleckerlis für Eure Erfolgserlebnisse, um ihn stets zu motivieren und bei guter Laune zu halten.

belso® MOVE

Weiterhin kannst Du den Bewegungsapparat Deines Hundes optimal mit hochwertigen Nahrungsergänzungen entweder vor Antritt oder nach Beenden der Radtour unterstützen. Zur Unterstützung der Knochen und Gelenke der Fellnase haben sich insbesondere die Ergänzungen wie nicht-entfettetes Grünlippmuschelpulver oder Teufelskralle bewährt, die übrigens in rein natürlicher und hochwertiger Form in unserem speziell entwickelten Bewegungstabs belso® MOVE enthalten sind.


belso® distanziert sich als Marke für Ergänzungsfuttermittel eindeutig von Gesundheitsbehauptungen. Wir orientieren uns bei der Beschreibung der Inhaltsstoffe an dem gängigen Standard. Dieser Text und die genannten Produkte ersetzen keine Beratung und Untersuchung vom Tierarzt. Suchen Sie bei etwaigen Problemen den Tierarzt Ihres Vertrauens auf.


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Fahrradfahren, Hunde, Sport

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natürlich gemeinsam.