Die Französische Bulldogge – Was Du schon immer über Bullys wissen wolltest

Französische Bulldoggen, kurz oft auch Bullys oder Frenchies genannt, erleben momentan einen richtigen Hype. Die Hunde mit den lustigen Fledermausohren sind vor allem auf Instagram ein echter Trend. In diesem Artikel sollt ihr einen kurzen Überblick über die Rasse bekommen: Wie hat sie sich entwickelt, was sind typische Körper- und Wesensmerkmale, was sind die Besonderheiten. Aber es werden auch einige kritische Anmerkungen zu den gesundheitlichen Beeinträchtigungen aufgrund von Züchtungen getätigt – Thema Brachycephalie.

Was steckt alles in Französischen Bulldoggen und wo kommen sie her?

Französische Bulldoggen kommen, wie der Name schon vermuten lässt, aus Frankreich. Sie werden dort unter dem Namen Bouledogue français geführt und gehören wie beispielsweise Möpse, Bordeaux Doggen oder auch Mastiffs zu der Familie der Molosser, was doggenartige Hunde meint. Die Französische Bulldogge ist eine noch recht junge Rasse, die erst ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, also ca. ab 1850, gezielt gezüchtet wurde. Welche Rassen sich hier mischen, darüber herrscht Uneinigkeit unter den Hundeexpertinnen und Hundeexperten. Man geht davon aus, dass kleinwüchsige Englische Bulldoggen aus Großbritannien über englische Weber mitgebracht wurden, die sich in der zu Frankreich gehörenden Normandie niedergelassen haben. In Frankreich wurden dann in der Weiterzucht vermutlich auch Terrier und Möpse mit eingekreuzt.

Funfact am Rande: Die heute charakteristischen Stehohren oder auch Fledermausohren genannt, die einen Großteil des Charmes der kleinen Kraftpakete ausmachen, wurden damals auf Hundeschauen in England noch verspottet. Da es für Französische Bulldoggen noch keinen eigenen sogenannten Standard gab, wurden sie wie Englische Bulldoggen gerichtet, was sie zu großen Lachnummern machte.  

Hochstehende Ohren, hervorstehende Augen und eine plattgedrückte Schnauze. Die typischen Merkmale einer Französischen Bulldogge

Wofür steht eigentlich das “Bull” in Bulldogge?

Bulldoggen wurden anfänglich für einen ziemlich perfiden Spaß für geschmacklose Menschen gezüchtet. Sie wurden genommen, um im sogenannten “Bulbaiting” zu agieren. Bei dieser geschmacklosen Veranstaltung wurden zum Vergnügen der Zuschauerinnen und Zuschauer scharfgemachte Hunde auf wehrlose, angebundene Bullen gehetzt, um diese mit Bisswunden zu verletzen und schließlich zu töten. Zum Glück gehören solche brutalen Hundekämpfe der Vergangenheit an und sind bereits seit langem verboten.

Was ist typisch für Frenchies? Körper- und Wesensmerkmale von Französischen Bulldoggen

Französische Bulldoggen werden nicht umsonst auch kleine Kraftpakete genannt. Sie sind mit einer Widerristhöhe von 27 – 35 cm bei Rüden und 24 – 32 cm bei Hündinnen sehr kompakt. Bullys erreichen je nach Größe ein Gewicht von 8 – 14 kg. Sie sind muskulös, drahtig, beweglich und sehr agil. Gelegentlich muss man die Energiebündel zum eigenen Schutz in ihrem Eifer bremsen, damit sie ihre Knochen und Gelenke nicht übermäßig strapazieren. Wegen des kurzen Fells sind die Doggenhunde aus Frankreich empfindlich gegenüber extremen Temperaturen. Sie mögen es also weder zu heiß noch zu kalt. Bei starker Sonneneinstrahlung solltest Du immer dafür sorgen, dass dein Bully ein kühles schattiges Plätzchen zur Verfügung hat und für die Gassirunde bei eisigen Temperaturen im Winter empfiehlt sich ein Hundejäckchen.

Körperliche Besonderheiten bei Bullys

Zu den körperlichen Besonderheiten der Frenchies gehören natürlich die markanten hochstehenden Ohren, die etwas fledermausartiges an sich haben. Darüber hinaus haben sie eine kurze Rute sowie einen kurzen Fang (Schnauze). Ihr Kopf ist breit und eckig und auf der Stirn ringeln sich Falten. Ihr Fell ist kurz und glänzend. Es gibt Bullys in vielen verschiedenen Farben, sowie gestromt, ungestromt oder gescheckt. Vorsicht ist vor allem bei Frenchies mit blauer Fellfarbe (das Fell ist nicht wirklich blau, sondern eher dunkelgrau oder anthrazit) geboten. Hunde mit dieser Fellfarbe sind besonders anfällig für Krankheiten. Ihre Zucht ist daher äußerst umstritten.

Muskulös, kompakt und ein markantes Gesicht.

Charakter- und Wesensmerkmale von Frenchies

Charakterlich sind Bullys freundlich, gutmütig, liebevoll und sehr verspielt. Sie sind außerdem treu und ergeben und stehen immer zu ihrem Herrchen oder Frauchen. Französische Bulldoggen eignen sich sehr gut, wenn nur begrenzter Wohnraum zur Verfügung steht. Sie bellen sehr wenig und sind auch sonst eher leise, wodurch sie sich auch für Wohnsituationen, in denen die Nachbarn sehr nah sind, eignen. Auch wenn sie sehr agil und beweglich sind, brauchen sie nicht übermäßig viel Auslauf. Sie mögen gemütliche Spaziergänge bei moderaten Temperaturen und immer mal wieder eine kleine Spieleinheit zwischendurch. Auch wenn Frenchies nicht übermäßig viel Bewegung brauchen, solltest Du dennoch darauf achten, dass Dein Bully sich regelmäßig bewegt, weil er sonst zu Übergewicht tendiert.

Wenn Du also einen Hund suchst, mit dem Du Deinen sportlichen Livestyle (Radfahren, Joggen, etc.) teilen kannst, dann ist eine Französische Bulldogge nicht der richtige Partner für Dich. Sie dürfen sich nicht zu sehr anstrengen, da viele Hunde dieser Rasse aufgrund ihrer deformierten Kopfform unter Atemwegserkrankungen leiden und auch die Gelenke nicht allzu sehr strapaziert werden dürfen.

Die häufigsten Krankheiten von Frenchies

Wenn Du Dich für eine Französische Bulldogge als Begleiterin in Deinem Leben entscheiden solltest, gilt es vor dem Kauf einiges zu bedenken. Du solltest Dir in jedem Fall einen seriösen Züchter, bzw. eine seriöse Züchterin zu suchen, die darauf verzichten, Frenchies mit extremer Kurzköpfigkeit, sogenannter Brachycephalie, zu züchten. Diese Hunde leiden vermehrt an Atemwegsproblemen wie Asthma oder extremem Schnarchen. Zudem bekommen sie oft nur sehr schwer Luft und machen lautstarke Geräusche beim Atmen.

Einige Französische Bulldoggen bekommen im frühen Jugendalter einen sogenannten Nickhautdrüsenvorfall, eine Erkrankung des Auges, bei der sich die oberflächliche Nickhaut vorwölbt, was an eine Kirsche erinnert, weswegen die Krankheit im Englischen auch “Cherry Eye”, also Kirschauge genannt wird. Durch den Nickhautdrüsenvorfall sieht der Hund nur eingeschränkt und das Auge tränt zudem stark. Oft ist eine Operation nötig, um den Vorfall zu beheben.

Generell sind die Augen von Französischen Bulldoggen anfällig. Viele Frenchies leiden im Laufe ihres Lebens immer wieder unter Bindehautentzündungen. Sie müssen also unbedingt vor Zugluft und Wind geschützt werden.


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Ist ein Frenchie der richtige Hund für mich?

Französische Bulldoggen liegen momentan voll im Trend. Sie sind stylische Accessoires, um den Instagram-Feed zu pimpen und neue FollowerInnen zu generieren. Bei all den Äußerlichkeiten sollte nicht vergessen werden, dass der Hund ein Lebewesen ist und dass die Bedürfnisse eines solchen auch zu Dir und zu Deinem Lebensstil passen sollten. Das Aussehen sollte bei der Wahl Deines Hundes eine untergeordnete Rolle spielen und stattdessen das Wesen, der Charakter und die Rasseeigenschaften zu Dir und Deinem Livestyle passen.

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