Trauriger Hund

Gelenkprobleme beim Hund

Immer wieder ist zu lesen, dass jeder fünfte Hund in Deutschland von Gelenkproblemen betroffen sei. Für das letzte Jahr würde dies bedeuten, dass 1.84 Millionen Hunde hierzulande Schwierigkeiten mit dem Bewegungsapparat und Schmerzen in den Gelenken hätten. Kein Wunder also, dass viele von einer wahren „Hunde-Volkskrankheit“ sprechen.

Woran erkenne ich, dass mein Hund Schmerzen und Probleme mit den Gelenken hat?

Viele werden es kennen: Während der Hund früher deutlich agiler umhersprang, bei Wind und Regen spielen und herumtoben wollte, meidet er jetzt etwa Treppenstufen, legt deutlich häufiger mal eine Pause ein oder bewegt sich teilweise gar lethargisch und steif. Dies können Anzeichen für Erkrankungen des Gelenkapparats und die damit verbundenen Bewegungsschmerzen sein. Werden solcherlei Verhaltensveränderungen beobachtet, sollte der Tierarzt aufgesucht werden, um Genaueres abzuklären. 

Ursachen für Gelenkkrankheiten beim Hund

Naturgemäß sind einige Hunderassen anfälliger für Gelenkschwierigkeiten als andere. Ob Irish Wolfhound, Deutsche Dogge, Schäferhund, Berner Sennenhund, Rottweiler oder Retriever, große Hunde neigen bereits aufgrund ihrer Anatomie eher zu Gelenkproblemen als kleinere Rassen. Längere Beine, die dazu deutlich mehr Gewicht transportieren müssen, sorgen für ein stetiges Belastungslevel, das Gelenke und Knorpel entsprechend schneller verschleißen lassen kann.

Allerdings können die Faktoren für Gelenkkrankheiten beim Hunden weitaus vielfältiger sein. Neben der schlichten Anatomie der Hunderasse spielen auch weitere genetische Prädispositionen – also Veranlagungen im Erbmaterial – durchaus eine Rolle. Bestimmte Züchtungen und Kreuzungen führten dazu, dass sich eine besondere Anfälligkeit für einen erhöhten beziehungsweise frühzeitigen Gelenkverschleiß längst auch bei anderen Hunden und Hunderassen zeigen kann.

Manche Grunderkrankungen des Gelenkapparats wie etwa Ellenbogendysplasie (ED) oder Hüftgelenksdysplasie (HD) lassen sich teilweise bereits im Welpenalter vom Tierarzt diagnostizieren. Bei Dysplasien handelt es sich um Fehlbildungen beziehungsweise Unterentwicklungen einiger Bestandteile des Gelenks. Ist etwa die Gelenkpfanne nicht ausreichend ausgebildet, kann auch der Gelenkkopf nicht richtig greifen. Dies stört die Motorik des Gelenks und verursacht letztlich Bewegungsbeschwerden beim Hund.

Wie bei allen Säugetieren ist selbstverständlich auch das voranschreitende Alter ein Grund für den Verschleiß in den Gelenken und die damit zusammenhängenden Beschwerden. Für jeden von uns kommt die Zeit, in der das Steigen vieler Treppenstufen zunehmend mühsamer wird. Unseren Hunden geht es da nicht anders.

Eine Frage der Ernährung – die Gelenke der Hunde mit der richtigen Nahrung stärken

Dennoch: Nicht alle Gelenkerkrankungen sind eine Frage der Vorbestimmung. Damit der Bewegungsapparat in gewohntem Maße arbeiten kann, ist etwa eine gesunde und ausgewogene Ernährung erforderlich – und zwar bereits im Welpenalter.

Gemeint ist nicht nur die Qualität und Zusammensetzung des Futters, sondern auch das Verhältnis zwischen dem tatsächlichen Energie- und Nährstoffbedarf des Hundes und der Ration, die gefüttert wird. Übergewicht hat unweigerlich eine Mehr- und Überbelastung der Gelenke zur Folge, was wiederum den Verschleiß im Bewegungsapparat beschleunigt. So können Knorpel und Gelenke durch das Übergewicht des Hundes bereits entscheidend geschädigt sein, lange bevor zum Beispiel eine altersbedingte Arthrose einsetzen würde.

Gerade bei großen Hunderassen und jenen, die zu besonders schnellen Wachstumssprüngen neigen, kann auch die Versorgung mit Nährstoffen ein wichtiger Faktor für die Belastbarkeit des Bewegungsapparates sein. Schon während der Phase des Knochenwachstums wird Mineralstoffen wie Calcium oder Phosphor ein großer Einfluss auf Struktur und Belastbarkeit von Knochen und Gelenken nachgesagt. Dies betrifft sowohl einen Mangel als auch die Überversorgung mit den beiden wichtigen Stoffen. Ein andauerndes Missverhältnis zwischen Phosphor und Calcium – teilweise auch bedingt durch einen Mangel an regulierendem Vitamin D – ist ebenso wenig zuträglich. 

Eine Überversorgung mit Nährstoffen und Energie durch das Futter muss sich bei heranwachsenden Hunden nicht zwingend in Übergewicht äußern, sondern führt häufig zu einem zu schnellen Wachstum vermeintlich drahtig aussehender Jungtiere. Bänder und Knorpelmasse kommen mit diesem Tempo in solchen Fällen oft nicht mit. 

Speziell bei der Rohfütterung oder beim Barfen sollte also durchaus auf eine individuelle und vor allem bedarfsgerechte Zusammensetzung des Futters geachtet werden. Hochwertige Nahrungsergänzungen und Ernährungsberatungen durch erfahrene Tierärzte und fachkundige Experten können hier eine tolle Unterstützung sein. 

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Insbesondere Ergänzungen wie Teufelskralle oder Grünlippmuschel gelten als natürliche Unterstützungen bei Gelenkproblemen von Hunden. Auch wir verwenden die beiden rein natürlichen Stoffe in unseren speziell entwickelten belso® MOVE Tabs.


belso® distanziert sich als Marke für Ergänzungsfuttermittel eindeutig von Gesundheitsbehauptungen. Wir orientieren uns bei der Beschreibung der Inhaltsstoffe an dem gängigen Standard. Dieser Text und die genannten Produkte ersetzen keine Beratung und Untersuchung vom Tierarzt. Suchen Sie bei etwaigen Problemen den Tierarzt Ihres Vertrauens auf.


Mann joggt mit Hund

Eine Frage der Bewegung – die Gelenke des Hundes schonen

Bewegung ist gut. Zu viel Bewegung kann allerdings manchmal das Gegenteil bedeuten. Das gilt nicht nur für eine Überanstrengung bei in die Jahre gekommenen Hunden. Schon bei Welpen sollte darauf geachtet werden, dass sich die Vierbeiner nicht zu sehr verausgaben und dass Gelenke, Knochen und Muskeln nicht überlastet werden. Hohe Sprünge, steile Treppen oder der Ein- und Ausstieg beim Auto können die Gelenke von Welpen unter Umständen zu stark beanspruchen und so schon frühzeitig zu Problemen wie Entzündungen im Gelenk oder Beschädigungen des Knorpelgewebes führen. Den kleinen Wilden sollte also auch immer wieder mal eine Ruhephase verordnet werden!

Rasante Sprünge und wildes Toben auf Asphalt, Beton oder anderem harten Untergrund sind ebenso wenig förderlich für den Gelenkapparat. Hierfür sollte eher in die Natur ausgewichen werden, auf grüne Waldböden, Sand und Wiesen – also jene Flächen, auf denen es sich auch für uns Zweibeiner angenehmer und gelenkschonender laufen lässt.  

Therapien zur Unterstützung der Gelenke bei Hunden

Die Spanne der Behandlungsmöglichkeiten zur Gelenkunterstützung des Hundes richtet sich selbstverständlich nach verschiedenen Faktoren wie dem genauen Krankheitsbild oder dem Diagnosezeitpunt. Sie reicht von Operationen und Schmerztherapie bis hin zu Bewegungstherapie, Osteopathie oder einer einfachen Ernährungsumstellung und -ergänzung, um etwaige Mängel oder Überversorgungen zu korrigieren. Kontaktiert am besten einfach den Tiermediziner Eures Vertrauens.


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natürlich gemeinsam.