Sind Grannen gefährlich für meinen Hund? – Was Du über Grannen wissen solltest

Die Sonne lacht und die Vegetation steht in voller Blüte. Wir freuen uns alle über das traumhafte Wetter, das zur Zeit herrscht und genießen den Spaziergang mit unseren Hunden in der Natur. Doch so sehr uns die Sonne, die Wärme, die zwitschernden Vögel und die blühenden Pflanzen auch erfreuen und wir am liebsten so viel von dieser schönen Zeit so intensiv wie möglich aufnehmen möchten, so schnell kann die Freude getrübt werden. Denn der Sommer ist die Zeit der Grannen.

Granne – Was ist das eigentlich?

Wenn wir uns eine Ähre einmal aus der Nähe anschauen, dann sehen wir, egal welche Getreide- oder auch Gräserart vor uns liegt, sie verfügen alle über so merkwürdige, relativ widerspenstige Borsten, die rund um die Samenkörner angeordnet sind. Genau diese länglichen, festen Haare nennt man Grannen. Das etwas sperrige Wort leitet sich von dem mittelhochdeutschen Wort “grane” ab, was soviel wie Barthaar bedeutet. Und das trifft es ziemlich gut, denn irgendwie sehen die Haare tatsächlich aus, wie der Bart der Ähre. Ähnlich wie der Bart beim Menschen unter anderem zum Schutz der empfindlichen Gesichtshaut dient, haben auch die Grannen eine wichtige Schutzfunktion. Sie umhüllen die Samenkörner bis diese ihre volle Reife erreicht haben. Mit den Haaren, die am Ende der Ähre spitz zulaufen und über Widerhaken verfügen, sorgt die Pflanze dafür, dass weder der Wind noch hungrige Tiere die Samenkörner, die das Überleben der Pflanze sichern, abgreifen können.

Die spitz zulaufenden Haare oder Borsten am Ende einer Ähre nennt man Grannen.


Sind Grannen gefährlich für Hunde?

Die Antwort ist leider kurz und knackig, ja. Grannen können gefährlich für Hunde sein. Sie können über die Atemwege aufgenommen, über den Mund verschluckt oder über die Pfoten eingetreten werden. Darüber hinaus bleiben Grannen auch gerne einfach so bei einem Streifzug durchs Getreidefeld im Fell der Hunde hängen und können sich dort aufgrund ihrer Widerhaken festsetzen, was ein Abschütteln schwer bis unmöglich macht.

Was können Grannen anrichten?

Grannen können im allerschlimmsten Fall bis ins Gehirn oder die inneren Organe vordringen. Dies kann zu großen Schmerzen, Abszessen, einer perforierten Lunge und sogar zum Tod führen. Solche Extrembeispiele sind aber zum Glück sehr selten. Echte Klassiker in jeder Tierarztpraxis im Sommer sind allerdings Grannenfremdkörper in den Körperöffnungen, wie Augen, Nase und Ohren. Besonders sind die Zehenzwischenräume an den Pfoten betroffen. Nach einem Spaziergang durch Felder und Wiesen solltest du Deinen Hund immer gründlichst absuchen (gleichzeitig natürlich auch auf Zecken achten, die im Sommer ebenfalls Hochsaison haben).

Woran erkenne ich, dass mein Hund eine Granne hat?

Am häufigsten ist der Fall, dass sich eine Granne zwischen den Zehen des Hundes verfängt und sich dann durch die Belastung beim Laufen immer weiter in die Haut bohrt, was bei jeder noch so kleinen Bewegung zu großen Schmerzen führt. Wenn Dein Hund also nach einem Spaziergang in der Nähe eines Getreidefeldes plötzlich humpelt oder lahmt, dann schaue Dir seine Pfoten ganz genau an. Wichtig ist das frühe Erkennen und Entfernen der Grannen, da diese, wenn sie erst einmal tief in den Körper eingedrungen sind, zu wandern beginnen und dadurch große Schäden an den inneren Organen anrichten können.

Am besten ist es, wenn Du regelmäßig kleine Übungskontrollen mit Deinem Hund durchführst. Trainiere immer mal wieder Kontrollen an den Ohren, den Augen, dem Maul und den Pfoten, sodass Dein Hund im Ernstfall stillhält, weil er ein solches Prozedere schon kennt und weiß, dass es nichts Schlimmes ist. Belohnen kannst Du Deinen Vierbeiner dann zum Beispiel mit selbstgemachten Hundeleckerlis.

Welche Symptome zeigt mein Hund bei Grannen?

Als allererste Reaktion auf eine Granne wird Dein Hund versuchen, den Fremdkörper loszuwerden. Je nachdem, wo ihn die lästige Borste befallen hat, wird er beispielsweise mit der Zunge zwischen den Zehen lecken, die Augen ständig zu kneifen oder, falls eine Granne im Ohr ist, wird Dein Hund den Kopf schütteln und schief halten und sich zudem viel am Ohr kratzen, um irgendwie zu versuchen, die Granne loszuwerden. Hat Dein Hund die Granne in der Nase, kann sich dies durch auffallend häufiges Niesen äußern.

Grannen – eine unterschätzte Gefahr im Sommer.

Wie kann ich eine Granne beim Hund entfernen?

Solltest Du bei deinem Hund tatsächlich eine Granne entdeckt haben, dann nimm Dir am besten eine saubere Pinzette und ziehe die Granne vorsichtig, aber entschlossen heraus. Wichtig ist, dass Dein Hund bei dieser Prozedur stillhält, damit nicht ein noch größerer Schaden angerichtet wird. Anschließend solltest Du die Wunde desinfizieren, damit keine Rückstände verbleiben. Sollte die Granne tief im Ohr, also bereits im Gehörgang sein, dann auf jeden Fall sofort zur Tierärztin oder zum Tierarzt Deines Vertrauens. Genauso sieht es aus, wenn Dein Hund nicht aufhört zu niesen und die Nase unaufhörlich über den Boden reibt. Dies ist ein Zeichen, dass dort ein Fremdkörper festsitzt.


belso® distanziert sich als Marke für Ergänzungsfuttermittel eindeutig von Gesundheitsbehauptungen. Wir orientieren uns bei der Beschreibung der Inhaltsstoffe an dem gängigen Standard. Dieser Text und die genannten Produkte ersetzen keine Beratung und Untersuchung vom Tierarzt. Suchen Sie bei etwaigen Problemen die Tierärztin oder den Tierarzt Ihres Vertrauens auf.


Wie kann ich Grannen verhindern?

Die beste präventive Maßnahme zur Verhinderung von Grannen ist tatsächlich, nicht in ihre Nähe zu gehen. Also lass Deinen Hund nicht einfach in ein Getreidefeld laufen und achte darauf, was so alles am Boden und damit in Schnüffelnähe Deines Lieblings ist. Am besten ist es, dass Du schon vor dem Spaziergang Strecken raussuchst, auf denen es kaum Grannen gibt. Wege zwischen ausgedörrten Feldern solltest Du also vermeiden. Vielleicht suchst Du lieber nach einem Waldstück. Dort seid ihr nicht nur sicher vor Grannen, sondern im Sommer ist es auch angenehm kühl, da die Bäume wohltuenden Schatten spenden.

Solche Felder sind mit Vorsicht zu genießen.

Unbeschwert trotz Grannen?

Zum Abschluss möchte ich sagen, dass Grannen sicherlich eine Gefahr darstellen können. Ihr könnt diese aber durch die genannten Tipps minimieren. Sollte Dein Hund dann doch eine Granne haben, nicht gleich in Panik verfallen. Ruhig bleiben, die Lage sondieren und angemessene Maßnahmen treffen. Wenn Du diese Regel beherzigst, dann könnt ihr die schönste Jahreszeit unbeschwert und fröhlich genießen.


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