Hunde im Wasser: Können alle Hunde schwimmen?

Es ist heiß. Anfang August hat der Sommer endlich Norddeutschland und damit auch Kiel, die Heimatstadt von belso® erreicht. Schon vormittags kratzen die Temperaturen an der 30-Grad-Marke. Alle sehnen sich nach Abkühlung und springen freudig ins kühle Nass. Wir haben hier das Glück, eine tolle Auswahl an (Hunde-)Stränden direkt vor der Haustür vorzufinden. Während also die Menschen nach Erfrischung lechzen und gerne ins Wasser springen, stellt sich die Frage: Was ist eigentlich mit den Hunden? Wir wissen, dass Hunde ihre Körpertemperatur nicht über Schwitzen, sondern ausschließlich durch Hecheln regulieren können, weswegen sie sehr unter extremer Hitze leiden. Man sollte aus diesem Grund meinen, dass ihnen eine feuchte Abkühlung sehr willkommen ist und sie, sobald Wasser in Sicht ist, nicht mehr zu halten sind. Aber ist das wirklich so? In diesem Artikel soll mit einigen Irrtümern und Vorurteilen zu den Themen Hunde, Wasser und Schwimmen aufgeräumt werden.

Alle Hunden können schwimmen

Die landläufige Meinung ist, dass alle Hunde von Geburt an schwimmen können. Im Unterschied zu uns Menschen, die wir zum erfolgreichen Schwimmen einen komplett neuen Bewegungsablauf in einer liegenden Haltung erlernen müssen, können Hunde ihre natürliche Position beibehalten und müssen im Wasser genauso wie an Land lediglich ihre Beine bewegen. Aus diesem Grund sollte man meinen, dass Schwimmen keine besondere Herausforderung für Hunde darstellt.

In den allermeisten Fällen ist es sicherlich auch so, dass, sobald Dein Vierbeiner Vertrauen zum Wasser gefasst hat, das Schwimmen ganz natürlich passiert. Es gibt allerdings Hunderassen, die aufgrund ihrer Statur und ihrer körperlichen Besonderheiten wirklich nicht schwimmen können oder sich zumindest sehr schwer tun und wo der Sprung ins kühle Nass eine echte Gefahr darstellen kann.

Welche Hunderassen können nicht schwimmen?

Es gibt Hunderassen, die sind extra für den Einsatz und die Arbeit im Wasser gezüchtet worden. Hierzu zählen beispielsweise der Labrador, der Neufundländer oder auch, wie es der Name schon verrät, der Spanische Wasserhund. Diese Hunderassen lieben das Wasser und können selbstverständlich hervorragend schwimmen. Wobei es auch hier sicherlich rasseuntypische Ausnahmen gibt und einige Individuen der genannten Rassen schlicht kein Wasser mögen und dies meiden.

Daneben gibt es aber auch Rassen, die beispielsweise aufgrund ihres Körperbaus oder auch wegen ihrer starken Behaarung gar nicht oder nur mit sehr großen Schwierigkeiten schwimmen können. Dazu zählen zum Beispiel Hunde mit kurzen Nasen, wie Bulldoggen. Daneben auch Vierbeiner, die einen sehr schweren Körper in Kombination mit extrem kurzen Beinen haben, wie der Englische Basset, oder auch Rassen, die ein sehr langes und dichtes Fell haben, welches durch das Wasser extrem schwer wird.

Der Englische Basset (Basset Hound) ist aufgrund seines schweren Körpers und seiner kurzen Beine kein guter Schwimmer

Welche Hunderassen sind eher wasserscheu?

Meist sind Respekt vor Wasser und das Meiden dieses Elements gekoppelt an körperliche Einschränkungen. Die Instinkte der Hunde funktionieren da sehr gut. Möpse zum Beispiel gehören wie die Bulldogge in die Kategorie kurze Schnauze gepaart mit Kurzatmigkeit. Zusätzlich ist bei diesen Hunden der Kopf im Verhältnis zum restlichen Körper sehr schwer, weswegen es Möpsen große Schwierigkeiten bereitet, ihre Köpfe beim Schwimmen über dem Wasser zu halten. Damit dies gelingt, müssen sie ihr Haupt sehr weit nach Hinten legen wodurch sich das Hinterteil absenkt, was dann dazu führt, dass der Hund wirklich untergeht.

Wie bringe ich meinem Hund Schwimmen bei?

Sollte Dein Hund nicht in die genannten Kategorien von Hunden gehören, die aufgrund ihrer körperlichen Einschränkungen nicht schwimmen können, dann heißt es, so früh wie möglich ans Wasser gewöhnen. Je jünger Dein Hund ist, desto leichter kann er oder sie auf spielerische Art und Weise ans Wasser herangeführt werden. Also vielleicht einfach mal das Lieblingsspielzeug schnappen und ins Wasser werfen und schauen, wie Dein Hund reagiert. Dabei solltest du darauf achten, dass das Wasser flach und auch nicht allzu kalt ist, damit es nicht zu einem Kreislaufschock kommt, wenn Dein kleiner Liebling übermütig seinem Spielzeug hinterher springt.

Baderegeln zum Schwimmen lernen für Hunde

  • Wähle zum Üben eine flache Wasserstelle aus, die zusätzlich über einen sanften Einstieg verfügt (optimal sind große Sandstrände)
  • Vermeide unbedingt stark fließende Gewässer und achte darauf, dass Du Dich nicht in einem Angelgebiet befindest, denn Angelhaken können eine tödliche Gefahr für Deinen Hund bedeuten
  • Solltest Du an einem Gezeiten abhängigen Gewässer wie beispielsweise der Nordsee sein, dann lasse Deinen Hund nur bei auflaufendem Wasser schwimmen. So wird ihn die Strömung stets wieder an Land bringen
  • Befreie Deinen Hund vor dem Bad von Halsband und Geschirr. Pflanzen, Äste und Gestrüpp könnten sich sonst darin verfangen und Deinen Hund irritieren
  • Begleite Deinen Hund ins Wasser. Zeige ihm, dass es ungefährlich ist und lasse ihn langsam das neue Element für sich entdecken
  • Probiere eventuell auch eine Reizangel aus, die Dein Hund im besten Fall schon kennt und lasse ihn damit das Wasser für sich entdecken und erobern
Große Strände mit flachem Wasser sind ideal zum Schwimmen lernen für Hunde

Wann kann es gefährlich für meinen Hund werden?

Auch wenn Dein Hund eine echte Wasserratte ist, solltest Du trotzdem umsichtig sein. Es gibt einige Faktoren, die trotz der Fähigkeit, schwimmen zu können, riskant sind.

  • Schnellfließende Gewässer oder Gewässer mit starken Strömungen können auch erfahrende “Schwimmer” in Schwierigkeiten bringen. Achte deswegen darauf, wo Dein Hund schwimmen darf
  • Hunde können während des Schwimmens in Panik verfallen. Beispielsweise, wenn sich etwas in ihrem Halsband verheddert
  • Wenn Hunde von einem Boot oder Steg unerwartet ins Wasser fallen kann dies ebenfalls zu einer Panikreaktion führen
  • Im Winter gilt für Hunde wie für Menschen: Vorsicht bei Eisflächen. Das Eis kann instabil sein und es besteht die Gefahr, einzubrechen
  • Hunde, die vielleicht in ihrer Jugend leidenschaftliche Schwimmer waren, können im Alter aufgrund von eingeschränkter Mobilität oder auch Sehbehinderungen Schwierigkeiten bekommen

Was tun, um Risiken zu vermeiden?

Hunde können Risiken, was Wasser angeht, nur sehr eingeschränkt einschätzen. Es ist also Deine Aufgabe als Hundehalter*in das Beurteilen von Situationen zu übernehmen und für Deinen Hund zu entscheiden, was geht und was nicht.

Nachdem Du nun einige Tipps für den Umgang im Wasser mit an die Hand bekommen hast, hoffen wir, dass das Wetter noch einige Zeit so sonnig bleibt und Du mit Deinem Hund eine super Zeit am Meer, See oder wo auch sonst im kühlen Nass hast.


belso® distanziert sich als Marke für Ergänzungsfuttermittel eindeutig von Gesundheitsbehauptungen. Wir orientieren uns bei der Beschreibung der Inhaltsstoffe an dem gängigen Standard. Dieser Text und die genannten Produkte ersetzen keine Beratung und Untersuchung vom Tierarzt. Suchen Sie bei etwaigen Problemen die Tierärztin oder den Tierarzt Ihres Vertrauens auf.


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