belso® gemeinsam mit Sonja und Paule: Sonjas Erfahrungen und Tipps für den gemeinsamen Urlaub mit Hund in Dänemark

Wusstet Ihr, dass fast jeder Dritte Deutsche sein Haustier mit in den Urlaub nimmt? Mit etwa 80 % führen die geliebten Hunde die Spitze der verreisenden Haustiere an. Kein Wunder, denn für die meisten Hundehalter ist der gemeinsame Urlaub mit Hund wahrlich etwas ganz Besonderes: Ausgiebige Spaziergänge am Strand oder in den Wäldern, stundenlanges Toben im Meer oder See sowie kuschelige Stunden am Abend vor dem Kamin im Ferienhaus zählen dabei zu den Lieblingsbeschäftigungen mit den Fellnasen. So liebt es auch Sonja, ihren 11-jährigen Vierbeiner Paule jedes Jahr mit in den Urlaub zu nehmen – bereits seit 10 Jahren verbringt das unzertrennliche Team regelmäßig in unserem idyllischen Nachbarland Dänemark eine unvergessliche Urlaubszeit. Wir haben bei einem gemeinsamen Interview mit der Urlaubsexpertin genauer hingehorcht und konnten Sonjas persönliche Erfahrungen und Tipps für einen entspannten Urlaub mit Vierbeiner entlocken.

belso®: Hallo Sonja! Vielleicht sagst Du erst einmal etwas zu Dir und Paule.

Sonja: „Mein Name ist Sonja. Ich habe Paule jetzt seit zehn Jahren – er wird demnächst elf Jahre alt. Paule ist quasi ein unerfüllter Kindheitswunsch; ich durfte nie einen Hund haben. Im letzten Semester meines VWL-Studiums habe ich mir dann Paule geholt. Daraufhin hatte ich ziemlich genau ein Jahr Zeit für Hundeerziehung und die Gewöhnung an Hundesitter, weil mir klar war, dass er das brauchen würde, wenn ich berufstätig werde. Dabei habe ich ziemlich schnell festgestellt, dass Hundebetreuung eine ziemliche Marktlücke in Schleswig-Holstein ist. Und so habe ich neben meinem ersten Job ein dreijähriges Fernstudium zum Hundegesundheitstrainer gemacht. Das Verhaltenstraining hat mich jedoch am meisten fasziniert!

Vor ein paar Jahren habe ich den Kompetenzverbund Pro Hund gegründet – dies ist ein digitales Portal, indem alle Kompetenzen in Schleswig-Holstein rund um das Thema Hund gebündelt sind. Ein Hundehalter findet bei uns alles, was er braucht: angefangen bei Verhaltenstraining, über Ernährungsberatung, Osteopathie, Physiotherapie, bis hin zu Betreuung, Spaß und Beschäftigung.“

Sonja gemeinsam mit Paule am Strand
belso®: Wie sieht Eure gemeinsame Freizeit so aus?

Sonja: „Paule und ich sind beide Wasserratten! So wie die Sonne hervorlugt – aber eigentlich auch bei schlechtem Wetter – sind wir am Strand. Im Sommer dann natürlich inklusive Baden. Ansonsten gehe ich gern mit ihm morgens joggen. Aufgrund seines Alters ist Paule natürlich nicht mehr der wilde Hund, der er früher einmal war, aber die Jogging-Runde morgens ist kein Problem. Danach brauch er die entsprechende Ruhe – und die bekommt er auch. Tagsüber, wenn ich frei habe oder am Wochenende, geht es meistens an den Strand. Paule bekommt dann auch seinen Ball; dann hat er eine Beschäftigung im Wasser und ich kann ein bisschen schwimmen.

Ansonsten liebt Paule auch Suchspiele aller Art. Die mache ich entweder im Garten oder beim Spazierengehen zwischendurch. So verstecke ich auch seinen Ball hin und wieder. Paules Gelenke sind mit dem Alter nicht mehr so belastungsfähig. Ruckartige Bewegungen wie das schnelle Stoppen beim klassischen Ballholen sollten da eher vermieden werden. Die Spiele versuche ich schon etwas altersgerecht zu gestalten. Darüber hinaus versuche ich so oft wie möglich Treffen mit anderen Hunden zu arrangieren – so kann Paule mit Artgenossen ordentlich toben und spielen. Wir lieben es einfach, viel Zeit an der frischen Luft zu verbringen.“

Paule liebt es, ausgiebig im Wasser zu toben.
belso®: Wie können wir uns denn Eure gemeinsamen Urlaube vorstellen?

Sonja: „Unsere Urlaube sind eigentlich immer jedes Jahr in Dänemark – da geht es morgens auch schon mit einem Strandspaziergang oder einer Jogging-Runde am Strand los. Danach kann Paule dann auf der Terrasse oder im Garten faulenzen. Mittags geht es dann meist wieder an den Strand – und abends wird auch noch mal eine Runde gedreht.

Mehr Beschäftigung braucht es da eigentlich nicht. Allein die vielen neuen Eindrücke und Gerüche zum Beispiel von anderen Hunden sind schon aufregend genug für Paule – und das Laufen am Strand erfordert schon jede Menge Power. Da Paule eh schon am Strand jede Menge andere Hunde trifft und sowieso ziemlich happy darüber ist, dass wir den ganzen Tag am Strand sind, plane ich im Urlaub eigentlich keine extra Beschäftigung.“

belso®: Verhält sich Paule im Urlaub anders? Was würdest Du sagen ist typisch für ihn, wenn Ihr verreist?

Sonja: „Ich habe schon den Eindruck, dass Paule im Urlaub etwas energiegeladener ist. Wären wir zu diesem Zeitpunkt zum Beispiel in Dänemark, würde er wahrscheinlich noch draußen herumlaufen – für ihn ist es einfach toll, am Meer zu sein! Hier Zuhause in seiner vertrauten Umgebung ist dagegen vieles Gewohnheit und Routine, sodass er hier natürlich eher in einen tiefen Schlaf verfällt als im Ferienhaus. Der Tapetenwechsel tut ihm auf jeden Fall gut.“

belso®: Peilt Ihr in Dänemark immer den gleichen Ort an oder variieren Eure Reiseziele in Dänemark?

Sonja: „Ja, wir fahren jedes Jahr nach Bjerregård an die Nordsee – das ist quasi unser zweites Zuhause. Für Paule sind die Urlaube trotzdem jedes Mal sehr aufregend, da ich eigentlich fast nie dasselbe Haus buche und in diesen Häusern haben vor uns entsprechend auch schon andere Hunde Urlaub gemacht. Neben dieser hohen Fluktuation und den verschiedenen Gerüchen von anderen Hunden in den Ferienhäusern sind natürlich auch die unterschiedlichen Markierungen der Hunde stets neu für ihn.“ 

belso®: Würdest Du Dänemark als Land für einen Urlaub mit Hund am Meer empfehlen?

Sonja: „Ja definitiv, wobei ich von vielen anderen Hundebesitzern erfahren habe, dass sie Dänemark aus gewissen Gründen nicht so gern bereisen. Dies hängt vor allem mit der teilweise recht rigorosen Gesetzeslage in Dänemark zusammen. Wenn man beispielsweise nicht genau definieren kann, welche Rassen zu den Vorfahren des eigenen Hundes zählen, weil er zum Beispiel aus dem Ausland nach Deutschland gekommen ist, kann man schnell Probleme mit der dänischen Justiz bekommen – theoretisch haben die dänischen Behörden in solchen Fällen sogar das Recht, den Hund direkt einzuschläfern. Unter den Hundehaltern ist Dänemark für seine besonders strengen Regeln bekannt, etwa herrscht in Dänemark strenge Leinenpflicht. Vor Reiseantritt sind ein Besuch beim Tierarzt und die Dokumentation beziehungsweise ein Abstammungsnachweis also absolut ratsam.

Glücklicherweise bin ich mit diesen strengen Auflagen noch nie in Berührung gekommen, da ich beispielsweise auch Restaurants und Einkaufszentren mit Paule bewusst meide. Ohnehin geht es für uns nur um einen Urlaub in der wilden Natur und am Strand!“

belso®: Mit welchem Verkehrsmittel seid Ihr bei Eurem Urlaub unterwegs?

Sonja: „Ganz klar: Auto! Bahn kommt für uns unter anderem aufgrund der schlechten Anbindung gar nicht infrage. Das Verreisen mit dem Flieger möchte ich meinem Paule auch nicht zumuten. Dazu muss ich aber sagen, dass Autofahren auch nicht seine Lieblingsbeschäftigung ist. Als Paule noch ein kleiner Welpe war, hatte ich zu dieser noch kein eigenes Auto – ich habe zwar immer versucht, mit ihm so oft wie möglich bei Freunden mitzufahren, aber so ganz ausreichend war dieses Training leider nicht. Insbesondere die schnelleren Autofahrten ab 120 km/h gefallen ihm gar nicht. Meistens steht er bei einer längeren Autofahrt dann einfach auf und fängt an zu hecheln. Ich fahre dann natürlich ein wenig langsamer und integriere so oft wie möglich ausgiebige Pausen und lenke ihn mit ein paar Leckerlis ab.“

belso®: Was ist Dein schönster Urlaubsmoment mit Paule?

Sonja: „Oh, da gibt es so viele schöne Erinnerungen! Eigentlich jeder Sonnenaufgang und Sonnenuntergang in Dänemark beispielsweise, wenn wir alleine in der Düne oder direkt am Wasser sitzen und fast die einzigen am Strand sind. Die gemeinsamen Spaziergänge sind natürlich auch immer ein Traum. Dazu kommt natürlich noch das Erkunden der vier Wände beim Ankommen am Ferienhaus.“

belso®: Hast du auch schon negative Erfahrungen beim Urlaub mit Hund gemacht?

Sonja: „Eigentlich noch nie. Jedoch kann man durchaus schlechte Erfahrungen mit anderen Hunden machen, da man sich mit anderen Hundehaltern bei einem Urlaub im Ausland oftmals nicht in der eigenen Sprache verständigen kann. Dadurch kann es schnell zu Komplikationen kommen! Hier gilt natürlich auch: Andere Länder, andere Sitten – oftmals sind einige Hundehalter nicht unbedingt mit gewissen Vorschriften oder Regeln wie etwa zur Leinenpflicht vertraut. Zum Glück sind mir diese negativen Erfahrungen bis jetzt erspart geblieben. Man sollte sich natürlich stets vor Reiseantritt umfassend über die länderspezifischen Vorschriften zum Beispiel zur Impfung informieren. Eine Pflichtimpfung (über die Tollwutimpfung hinaus) wäre für mich z.B. ein Ausschlusskriterium für dieses Urlaubsziel. Da ich ja nun aber bereits seit über 10 Jahren immer nach Dänemark fahre, kenne ich mich inzwischen sehr gut mit den dänischen Vorschriften aus.“

belso®: Welche Tipps hast Du für Hundehalter, die zum ersten Mal mit ihrem Hund in den Urlaub fahren?

Sonja: „Man sollte natürlich nicht direkt nach Ankunft des neuen Hundes einen Urlaub planen, da für den Vierbeiner das neue Zuhause bereits aufregend genug ist. Darüber hinaus ist es für die Hunde durchaus hilfreich, wenn die Alltagsstruktur auch im Urlaub beibehalten wird – dies gibt den Fellnasen unglaublich viel Sicherheit. Allerdings ist eine einheitliche Tagesstruktur im Urlaub nicht immer gegeben, dennoch rate ich bei extrem unsicheren Hunden immer dazu, einen möglichst routinierten Ablauf von der Fütterung bis hin zum Gassigehen beibehalten wird.

Außerdem empfehle ich, den Hund möglichst früh an solche Urlaubserlebnisse heranzuführen und ihn somit reisefest zu machen: Je früher die Vierbeiner in ihren jungen Jahren – vor allem in der Prägungsphase – so etwas kennenlernen, desto besser! Somit ist es ratsam, die Hunde von klein auf zum Beispiel an das Leben im Campingbus oder im Ferienhaus zu gewöhnen.“

Danke liebe Sonja für die spannenden und persönlichen Eindrücke in Eure gemeinsamen Urlaubserfahrungen!


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belso®-Rätsel rund um den Hund: Zugegeben: Dieses Mal war es nicht allzu schwer, den Buchstabensalat zu entschlüsseln. Wie Ihr alle richtig erraten habt, lautet das Lösungswort natürlich BARF! Wer von Euch barft? Das Kürzel BARF steht für „Biologically Appropriate Raw Food“ und wird im deutschsprachigen Raum häufig mit „Biologisch Artgerechtes Rohes Futter“ übersetzt. Hinter diesem Begriff verbirgt sich eine auf Natürlichkeit bedachte Fütterung von Hunden mit rohem Fleisch, Obst und Gemüse sowie Knochen und Pansen, die sich dabei grob an der Nahrung und den Fressgewohnheiten von Wildhunden und Wölfen orientiert. Somit stellt diese Ernährungsform eine optimale Alternative zur Fütterung von möglichst naturnaher Kost, die frei von jeglichen Geschmacksverstärkern, Zusatz- und Konservierungsstoffen ist, an die Fellnasen dar. Die Zusammensetzung der einzelnen Komponenten, die unter Einsatz der BARF-Methode verfüttert werden, werden dabei idealerweise individuell auf die spezifischen Bedürfnisse des Vierbeiners abgestimmt – von den selbst zubereiteten BARF-Rationen erhofft man sich somit eine gezieltere und vor allem individuelle Ansprache bei Allergien, Unverträglichkeiten und Verdauungsschwierigkeiten. Wusstet Ihr, warum Nahrungsergänzungen beim Barfen teils unerlässlich sind? Die Erklärung hierfür liegt in der Ernährungsweise der wilden Vorfahren unserer Hunde, die nicht einfach nur rohe Filetstücke und ab und an mal einen Knochen gefressen haben, sondern nahezu das ganze Beutetier (inklusive dessen Mageninhalt). Häufig fraßen sie auch Insekten, Kräuter und Pflanzen, die sie auf ihren Streifzügen durch die Wälder fanden. Über die Pflanzen und Organismen, die sie in der Natur fanden, nahmen sie wichtige Nährstoffe, Vitamine und Mineralien auf, die ihnen zu Gute kamen. Doch wie können die Ernährungsweisen der Vorfahren unserer vierbeinigen Vorfahren an die individuellen Bedürfnisse unserer heutigen Hunde angepasst werden? Um eine unzureichende Ernährung mit Nährstoffen beim Barfen zu vermeiden, ist es durchaus sinnvoll, auf natürliche Futterergänzungen wie Barf-Öl oder Pulver mit natürlichen Zutaten zurückzugreifen, die das Futter beim Barfen bereichern.

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