Zecken bei Hunden – wichtige Informationen rund um Zeckenbisse bei Hunden und natürliche Zeckenabwehr für Hunde

Jedes Jahr wieder sorgen die kleinen und blutsaugenden Zecken für reichlich Gesprächsstoff zwischen Haustierbesitzern – kein Wunder, denn die lästigen Blutsauger, die übrigens zur Klasse der Spinnentiere und zur Unterklasse der Milben gehören, sind nicht ganz ungefährlich für unsere geliebten Vierbeiner. In deutschen Regionen lauern diverse Zeckenarten, wie beispielsweise die Braune Hundezecke, der Gemeine Holzbock oder die Auwaldzecke, mit unterschiedlichen Krankheitserregern im hohen Gras oder im Unterholz auf ihre Opfer, die nichtsahnend durch die Wälder oder Wiesen pirschen. Bedauerlicherweise kann ein Zeckenbiss bei Hunden je nach Erreger gefährliche Krankheiten wie etwa Borreliose, Anaplasmose, die Viruserkrankung FSME, Babesiose sowie Ehrlichiose auf die Hunde übertragen. Ohne Zweifel: Ein umfassender Zeckenschutz für Hunde zum rechtzeitigen Fernhalten der lästigen Parasiten oder ein frühzeitiges Erkennen der Zecken an den Tieren erscheinen somit unabdingbar! Wir von belso® verraten Euch in diesem Artikel alles rund um das Thema Zecken und wie Ihr mithilfe natürlicher Zeckenmittel für Hunde geschützt durch die Zeckenzeit kommt.

Vorkommen und Jahreszeit

Wenn die ersten frühblühenden Pflanzen aus der Erde sprießen und die ersten wärmeren Sonnenstrahlen den Frühling einläuten, bricht die von den meisten Hundehaltern gefürchtete Zeckenzeit an: Denn bereits bei einer angenehmen Außentemperatur zwischen 5 ° – 10 °C werden die unliebsamen Zecken, die sich parasitär vom Blut sowie von der Lymphflüssigkeit der Tiere und Menschen ernähren, aktiv.  Wusstet Ihr, dass die Zecken mehrere Stadien durchlaufen, bis sie vollkommen ausgewachsen sind? Die Elterntiere legen dabei zunächst ihre Eier fern vom Körper ihres Wirtes ab –  hieraus schlüpfen dann Larven, die sich mit der Zeit zu sogenannten Nymphen und schließlich zu ausgewachsenen, sprich adulten, Zecken entwickeln. Unerfreulicherweise zeigt die Zecke in allen drei Entwicklungszyklen ihr parasitäres Verhalten und bedient sich für die eigene Weiterentwicklung somit am Blut ihrer Wirte. Während die Larven oder Nymphen als kleine Punkte auf der Tier- oder Menschenhaut mit bloßem Auge kaum zu erkennen sind, erreichen adulte und mit ihrer Blutmahlzeit vollgesogene Zecken eine unübersehbare Größe von ca. 3 cm.

Zum bevorzugten Lebensraum der Zecken gehören unter anderem Ränder und Lichtungen von Laub- und Mischwäldern, Wiesen, Parks, Bachränder oder Gebüsche. Die Parasiten siedeln sich vorzugsweise auf hohen Grashalmen, Büschen oder niedrighängenden Zweigen und Ästen an, von wo aus sie dank ihrer speziellen Sinnesorgane Gerüche wie Schweiß oder veränderte Luftwerte durch Atmung wahrnehmen und somit klammheimlich Witterung auf ihre Opfer aufnehmen.

An diesen Körperstellen fühlen sich die Zecken am Hund besonders wohl

Habt ihr gewusst, dass es sich bei dem im Volksmund weitverbreiteten Ausdruck Zeckenbiss genau genommen um einen Zeckenstich handelt? Wer die kleinen Blutsauger einmal genauer betrachtet, der wird das am Kopfende mehr oder weniger zangenförmige Mundwerkzeug der Zecken wohl kaum übersehen. Mithilfe der Stechhilfe, die zwischen den Zangen am Mundbereich zu finden ist, umklammert die Zecke ihre Opfer und saugt dabei das Blut beziehungsweise die Lymphflüssigkeit.

Einmal den Vierbeiner auserkoren, sucht sich die Zecke mit Vorliebe dünnhäutige oder optimal durchblutete Stellen zum Stechen aus – vorwiegend am Kopf, in der Lendengegend, an Ohren oder am Bauch. Hierbei gilt: Nach jedem Spaziergang sollten insbesondere diese anfälligen Körperbereich intensiv nach Zecken abgesucht werden.

Kurz entschlossen beginnt auch schon der Stechprozess, nachdem die Zecke eine optimale Stelle am Hundekörper gefunden hat. Schonungslos schneidet die Zecke mit ihrem Mundwerkzeug in die Hundehaut, sticht mit ihrer Stechhilfe in die Wunde ein, bedient sich am Blut der Hunde und sondert dabei ein Sekret mit folgenden Substanzen ab:

  • Betäubungsmittel zur Tarnung des Saugvorgangs
  • Entzündungshemmer zum Blockieren des Immunsystems des Wirts
  • Gerinnungshemmer zum Verhindern des Wundverschlusses und Förderung des Blutflusses

Je nach Zeckenart und der in ihnen innewohnenden Erregern ist die Gefahr einer Ansteckung des Vierbeiners nach ungefähr drei bis fünf (in manchen Fällen sogar bis zu 24) Stunden gegeben – in dieser Zeit überträgt die Zecke ihre unverdauten Reste ihrer Mahlzeit samt Erregern aus dem zeckeneigenen Darmtrakt in die Körperwunde des Wirtes. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass das Risiko zur Ansteckung mit jeder Stunde, in der die Zecke nach Blut saugt, massiv ansteigt. Je schneller also eine Zecke am Hundekörper gefunden wird, desto geringer ist die Ansteckungsgefahr mit gefährlichen Krankheitserregern. Somit sollte das Fell des vierbeinigen Streuners gründlich nach Parasiten abgesucht werden – hierfür sollte das Fell vollständig durchgebürstet und mit einem weißen, angefeuchteten Handtuch trockengerieben werden.

Mein Hund wurde von einer Zecke gebissen: Was tun?

Was ein Mist! Findet sich bei der Nachsorge des Vierbeiners tatsächlich eine (oder gar mehrere) bereits festgesaugte Zecke am Hundekörper, sollte diese unter Einsatz spezieller Hilfswerkzeuge wie Zeckenzange, Zeckenhaken oder Zeckenschlinge fachmännisch entfernt werden. Beim Entfernen der Zecke mithilfe von Zeckenwerkzeug solltest Du stets Folgendes beachten:

Zecken rausdrehen – so geht´s: Zecken ziehen – so geht´s nicht:
– Führe das Zeckenwerkzeug so nah wie möglich an der Haut des Hundes und unter der Zecke entlang, sodass der Zeckenkopf optimal umklammert wird

– Hebel nun die Zange oder Haken ein wenig an und ziehe dabei gleichzeitig vorsichtig nach oben

– Übe einen konstanten festen Zug aus, bis die Zecke ihren Klammerapparat nach etwa 60 Sekunden von selbst aus der Hundehaut löst

– Die Zecke löst sich nicht von selbst? Dann entferne aktiv die Zecke, in dem Du die Zecke weiterhin am Kopf festhältst und langsam herausziehst.
– Verwende in keinem Fall:
    – Alkohol
    – Benzin
    – Nagellackentferner
    – Öle (wie Butter)
    – Feuer
    – Klebstoffe

– Zerre beim Entfernen der Zecke nicht heftig herum – ansonsten steigt die Gefahr, dass der Kopf der Zecke abgerissen wird und das Steckwerkzeug dennoch in der Wunde fest stecken bleibt

Wurde die Zecke erfolgreich entfernt, sollte die Wundstelle mit hundefreundlichem Desinfektionsmittel gründlich gereinigt werden, um eine Entzündung zu verhindern. Die entfernte Zecke sollte nun vollständig vernichtet werden: Das Verbrennen oder Zersetzen (zum Beispiel in Säure oder Alkohol) haben sich dabei als bewährte Methoden herausgestellt. Entsorge die lebende Zecke jedoch niemals in der Toilette oder im einfachen Haushaltsmüll!

Nach einem Biss gilt grundsätzlich jedoch: Nicht jeder Biss beziehungsbeweise Stich einer Zecke führt zwangsweise zu einer Infektion mit einem gefährlichen Krankheitserreger oder einem Ausbruch einer Erkrankung des Hundes. Nichtsdestotrotz sollte der Vierbeiner insbesondere in der Zeckenzeit ausgiebig hinsichtlich möglicher Anzeichen eines Zeckenstichs und etwaigen Krankheiten beobachtet werden. Bei Hunden können sich folgende Symptome nach einem Zeckenstich zeigen:

  • Fieberschübe
  • Appetitlosigkeit
  • Erbrechen
  • Erschöpfung
  • Gewichtsabnahme

Des Weiteren können sich alarmierende Krankheitsanzeichen wie etwa gelber bis blutiger Harn, Bewegungsstörungen oder Erlahmungen sowie schmerzende Beine oder Blutungen zeigen. Zeigt Dein Hund mindestens eines dieser Symptome auf, solltest Du schnellstmöglich den Tierarzt Deines Vertrauens aufsuchen.  

Zecken vorbeugen: Was hilft gegen Zecken bei Hunden?

Seit langer Zeit finden in der Tiermedizin altbekannte Methoden und Mittel zum Schutz gegen Zecken bei Hunden, wie etwa Impfungen, Zeckenhalsbänder oder andere Spot-On-Präparate, beliebte Anwendung. Derweilen sind jedoch viele Hundebesitzer besorgt, dass sich die chemischen Mittel negativ auf den sensiblen Organismus ihrer Fellnase auswirken und begeistern somit immer mehr für alternative und natürliche Zeckenmittel, die vollkommen ohne Chemie auskommen. Hinweis: Im Folgenden stellen wir lediglich drei natürliche Zeckenmittel vor und geben dabei jedoch keine medizinischen Empfehlungen ab. Für einen umfassenden Zeckenschutz solltest Du Dich stets mit Deinem Tierarzt oder Deiner/m Hundeernährungsberater/in austauschen!

Ätherische Öle

Als natürlicher Zeckenschutz sind unter anderem ätherische Öle bekannt – schließlich mögen die Zecken den Geruch dieser Öle überhaupt nicht! Für eine natürliche Zeckenabwehr bieten sich somit insbesondere Lavendelöl, Neemöl oder auch Teebaumöl an. Die verschiedenen Öle können zur Prävention von Zecken ebenfalls ohne Probleme miteinander gemischt werden. Dabei können die Öle beispielsweise in das Hundeshampoo gemischt oder zwischen den Schulterblättern und am Rutenansatz direkt auf die Haut geträufelt werden. Zu Beginn der Zeckenzeit sollten die Öle einmal täglich auf den Hundekörper gegeben werden – nach und nach kann die Anwendung dann auf alle zwei bis drei Wochen vertagt werden. Beachte hierbei, dass die ätherischen Öle ausschließlich äußerlich anzuwenden sind! Außerdem nehmen die geruchssensiblen Vierbeiner den Geruch der ätherischen Öle intensiver als wir Menschen wahr – der starke Geruch der Öle kann die Hunde überfordern und Unwohlsein auslösen. Wende die Öle also zum Beispiel am besten vor der großen Gassirunde an.

Kokosöl

Als weiteres pflanzliches Mittel gegen Zecken für Hunde hat sich weiterhin das wohlriechende Kokosöl bewährt gemacht – verantwortlich für den Zeckenschutz ist dabei die enthaltene Laurinsäure, die die Zecken oder gar Milben und Flöhe so gar nicht riechen mögen. Wichtig hierbei: Achte beim Kauf von Kokosöl unbedingt auf eine kaltgepresste Verarbeitung und einen hohen Anteil an Laurinsäure (50 – 60 %). Meist sind diese Qualitätsanforderungen bei Bio-Produkten aus dem Reformhaus oder breitsortierten Supermärkten zu finden. Zur Sicherstellung eines umfassenden Zeckenschutzes sollte das Kokos-Öl täglich mit einer feinen Bürste gleichmäßig auf die bei Zecken beliebten Stellen verteilt werden. Dafür sollte das Öl vorher in der Hand gut erwärmt werden, damit das bei Zimmertemperatur feste Öl flüssig geschmolzen wird. Beachte hierbei, dass das Kokosöl auch nach jedem Baden oder Toben im Regen erneut aufgetragen werden sollte. Im Gegensatz zu ätherischen Ölen ist eine orale Aufnahme des Kokosöls nicht schädlich für die Vierbeiner – im Gegenteil: Die innerliche Anwendung kann dabei sogar zu einer gesunden Darmflora beitragen.

Schwarzkümmelöl

Ein weitverbreitetes Zeckenmittel stellt außerdem das sogenannte Schwarzkümmelöl dar, das unter Hundebesitzern als wahrer Allrounder gilt. Kein Wunder, denn das würzig schmeckende Pflanzenöl kann sich nicht nur positiv auf das Immunsystem, sondern auch auf Haut und Fell der Tiere auswirken. Und dank genau dieser positiven Auswirkungen auf den Hundekörper hat sich das Schwarzkümmel-Öl als bewährtes natürliches Zeckenmittel für Hunde bewährt – schließlich bilden ein intaktes Immunsystem sowie eine gesunde Haut- und Fellstruktur die Voraussetzungen dafür, dass ich die blutsaugenden Parasiten so gar nicht auf dem Hundekörper wohlfühlen. Genau wie Kokosöl kann das Schwarzkümmelöl sowohl innerlich als auch äußerlich angewendet werden. Wichtig hierbei: Das verabreichte Öl sollte ausschließlich durch das hochwertige kaltgepresste Verfahren hergestellt worden sein. Wusstet Ihr eigentlich, dass sich in unserem 100 % natürlichen Futteröl-Mix belso® FEEL neben Lachsöl, Hanföl, Leinöl, Nachtkerzenöl und Borretschöl ebenfalls kaltgepresstes Schwarzkümmelöl befindet?


belso® distanziert sich als Marke für Ergänzungsfuttermittel eindeutig von Gesundheitsbehauptungen. Wir orientieren uns bei der Beschreibung der Inhaltsstoffe an dem gängigen Standard. Dieser Text und die genannten Produkte ersetzen keine Beratung und Untersuchung vom Tierarzt. Suchen Sie bei etwaigen Problemen den Tierarzt Ihres Vertrauens auf.


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Hunde, Hundeernährung, Zecken

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